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Pferde- und Bauernmarkt in Linda

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Körbitzer Str. 20, 06917 Jessen (Elster), Deutschland
9 (35 Bewertungen)

Jedes Jahr, am dritten Samstag im September, verwandelt sich eine Waldlichtung am Rande von Linda, einem Ortsteil von Jessen (Elster), in einen pulsierenden Treffpunkt für Händler, Züchter, Familien und Neugierige. Der Pferde- und Bauernmarkt in Linda hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1992 von einem kleinen, lokalen Ereignis zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelt, der Besucher aus ganz Mitteldeutschland anzieht, von Berlin bis Dresden. Mit über 400 Händlern und tausenden Gästen hat sich der Markt als feste Größe im regionalen Veranstaltungskalender etabliert. Doch was macht seine Anziehungskraft aus und welche Aspekte sollten potenzielle Besucher kennen, bevor sie sich auf den Weg machen?

Ein Paradies für Tierliebhaber und mehr

Das Herzstück des Marktes ist unbestreitbar der Tierhandel, der weit über das namensgebende Pferd hinausgeht. Besucher können eine beeindruckende Vielfalt bewundern und erwerben: von stattlichen Kalt- und Warmblütern über Shetlandponys bis hin zu Eseln und Alpakas. Die Atmosphäre ist geprägt vom Wiehern der Pferde, dem Gackern von Hühnern und dem Gurren von Tauben. In den Gängen drängen sich Interessenten um die Gehege, in denen Kaninchen, Geflügel verschiedenster Rassen, Ziervögel und manchmal sogar kleine Kätzchen oder Hundewelpen auf neue Besitzer warten. Für viele ist dies die Hauptattraktion – die Möglichkeit, seltene Rassen zu sehen, sich mit Züchtern auszutauschen und vielleicht sogar ein neues Tier für den eigenen Hof oder Garten zu finden. Insbesondere für Kinder bietet der Markt ein besonderes Erlebnis, oft ergänzt durch Attraktionen wie Ponyreiten oder einen Streichelzoo.

Vom Trödel bis zu regionalen Produkten

Neben dem Tiermarkt hat sich ein weitläufiger Flohmarkt und Bauernmarkt etabliert, der kaum Wünsche offenlässt. Wer auf der Suche nach Besonderem ist, wird hier fündig. Das Angebot reicht von landwirtschaftlichem Gerät, alten Werkzeugen und Autoteilen bis hin zu Korbwaren, Büchern und Spielzeug. Handwerker präsentieren traditionelle Fertigkeiten, wie zum Beispiel Böttcher, die Holzeimer und Wannen von Hand fertigen. Stände mit regionalen Erzeugnissen, wie Zwiebelzöpfen aus Sachsen, runden das Bild ab. Diese Mischung aus Tiermarkt, Trödel und Handwerk schafft eine einzigartige Atmosphäre, die von vielen Stammgästen als Grund für ihre jährliche Wiederkehr genannt wird. Man kommt zum Schauen, Stöbern und Kaufen – und findet fast immer etwas Unerwartetes.

Die positive Wahrnehmung: Ein Fest für die Gemeinschaft

Die überwältigende Mehrheit der Besucherstimmen zeichnet ein äußerst positives Bild. Viele Gäste, die seit Jahren kommen, beschreiben die Entwicklung von einem kleinen Markt zu einem großen Fest, das sie miterleben durften. Eine „wunderschöne Atmosphäre“ und das Gefühl, willkommen zu sein, werden immer wieder hervorgehoben. Für zahlreiche Besucher ist der Termin fest im Kalender verankert, ein jährliches Ritual, auf das man sich freut. Gelobt wird das riesige Angebot an Waren und Tieren sowie die vielfältige und schmackhafte Gastronomie. Von Wildgulasch und Backschwein über die klassische Rostbratwurst bis hin zu Erbsensuppe, Kaffee, Kuchen und süßen Leckereien ist für jeden Geschmack etwas dabei. Diese kulinarische Vielfalt trägt maßgeblich zum Volksfestcharakter bei, bei dem man gestärkt über das Gelände schlendern kann. Auch die Organisation durch den Heimatverein Linda e.V. unter der Leitung von Peter Schmidt wird oft als Grund für den reibungslosen Ablauf und die positive Stimmung genannt.

Kritische Stimmen: Nicht für jeden das Richtige

Trotz der vielen positiven Rückmeldungen gibt es auch kritische Aspekte, die potenzielle Besucher in ihre Überlegungen einbeziehen sollten. Der größte Reibungspunkt ist der Eintrittspreis. Eine Gebühr von 2,50 Euro pro Person, die auch für Kinder erhoben wird, stößt bei manchen auf Unverständnis. Die Argumentation lautet, dass man bereits zahlen muss, um überhaupt die Möglichkeit zu bekommen, auf dem Markt weiteres Geld auszugeben. Für eine Familie kann sich hier schnell ein nennenswerter Betrag summieren, der als Hürde empfunden wird.

Die Parkplatzsituation: Eine Frage des Timings

Ein weiterer Punkt, der zu Diskussionen führt, ist das Parken. Während einige Besucher von ausreichend vorhandenen Parkmöglichkeiten sprechen, schildern andere eine weniger angenehme Erfahrung. An einem Tag mit tausenden Besuchern ist der Andrang enorm, was bedeutet, dass die Parkplätze auf den umliegenden Äckern schnell belegt sind. Wer später anreist, muss unter Umständen weit vom Eingang entfernt parken. Bei schlechtem Wetter kann der Acker zudem schlammig und schwer begehbar sein. Dieses Problem ist typisch für Großveranstaltungen im ländlichen Raum, sollte aber, insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Familien mit kleinen Kindern, bedacht werden.

Fazit: Eine Abwägungssache

Der Pferde- und Bauernmarkt in Linda ist zweifellos eine besondere Veranstaltung mit einem einzigartigen Charakter. Er bietet eine beeindruckende Vielfalt an Tieren, Waren und kulinarischen Genüssen, die von einer loyalen Fangemeinde hochgeschätzt wird. Die Atmosphäre ist lebhaft und gemeinschaftlich, ein echtes Erlebnis für alle, die das Landleben und traditionelle Märkte lieben. Die negativen Aspekte – der Eintrittspreis und die potenziell angespannte Parksituation – sind jedoch reale Faktoren. Ob sich ein Besuch lohnt, hängt letztlich von den persönlichen Prioritäten ab. Wer bereit ist, für ein authentisches Markterlebnis mit riesigem Angebot einen kleinen Obolus zu entrichten und eventuell einen längeren Fußweg in Kauf zu nehmen, wird mit großer Wahrscheinlichkeit einen unvergesslichen Tag erleben. Für preisbewusste Familien oder Besucher, die einen einfachen und schnellen Zugang erwarten, könnten die genannten Kritikpunkte jedoch ausschlaggebend sein.

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