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Essanelle Ihr Friseur Chiemgau Residenz Bernau am Chiemsee

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Chiemgau Residenz, Chiemseestraße 25, 83233 Bernau am Chiemsee, Deutschland
Friseursalon Geschäft
8.2 (29 Bewertungen)

Der Friseursalon Essanelle Ihr Friseur in der Chiemgau Residenz in Bernau am Chiemsee ist ein nunmehr geschlossenes Kapitel in der lokalen Dienstleistungslandschaft. Obwohl die Türen dauerhaft geschlossen sind, hinterlässt der Salon ein gespaltenes Echo bei seinen ehemaligen Kunden. Die Analyse der verfügbaren Informationen und Kundenrezensionen zeichnet das Bild eines Betriebs mit zwei extrem unterschiedlichen Gesichtern, dessen Schicksal eng mit den wirtschaftlichen Turbulenzen der Muttergesellschaft, der Klier Hair Group, verknüpft ist. Die Klier-Gruppe, zu der Marken wie Essanelle, Super Cut und HairExpress gehören, geriet während der Corona-Pandemie in finanzielle Schieflage und musste ein Schutzschirmverfahren beantragen, was letztendlich zur Schließung unrentabler Filialen führte. Der Standort in Bernau war eine dieser Filialen, die einer betriebswirtschaftlichen Prüfung nicht standhalten konnten.

Die Stärken: Kompetenz, Qualität und Spontanität

Auf der positiven Seite wurde der Salon von vielen Kunden für seine hohe fachliche Kompetenz und die Qualität der verwendeten Produkte geschätzt. Insbesondere die Chefin des Salons wurde als „super kompetent“ beschrieben, und auch namentlich erwähnte Mitarbeiterinnen wie eine gewisse Gabi hinterließen einen bleibenden positiven Eindruck. Kunden fühlten sich gut aufgehoben und lobten die ehrliche und individuelle Beratung, sei es beim Haarschnitt oder bei anspruchsvollen Farbtechniken. Ein klares Qualitätsmerkmal war die Verwendung von Premium-Produkten, wie beispielsweise der Marke Kérastase, was von Kennern sehr geschätzt wurde. Dies trug dazu bei, dass Kunden bereit waren, auch höhere Preise zu akzeptieren. So wurde ein Betrag von 184 Euro für Waschen, Spitzenschneiden, Glossing und 30 Strähnchen zwar als stattlich, aber angesichts des „topp“ Ergebnisses und der kompetenten Mitarbeiter als gerechtfertigt empfunden.

Ein weiterer Pluspunkt, der in einer Zeit der durchgetakteten Terminkalender besonders hervorstach, war die Möglichkeit, auch spontan bedient zu werden. Einige Kunden freuten sich darüber, ohne lange Voranmeldung für eine neue Frisur vorbeikommen zu können. Diese Flexibilität, kombiniert mit einer freundlichen und schnellen Bedienung, führte zu hoher Zufriedenheit und machte den Salon für einige zur ersten Anlaufstelle in Bernau. Eine Kundin war so begeistert, dass sie ihre erste Google-Bewertung überhaupt verfasste, um dem damals noch neuen Damenfriseur eine Chance zu geben und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis zu würdigen.

Die Schwächen: Gravierende Mängel bei Service und Ausbildung

Dem gegenüber stehen jedoch Berichte über Erfahrungen, die das genaue Gegenteil beschreiben und auf erhebliche Mängel in der Servicequalität und insbesondere in der Ausbildung von Nachwuchskräften hindeuten. Eine besonders detaillierte und vernichtende Kritik schildert zwei Besuche, die als „reine Katastrophe“ empfunden wurden. Beim ersten Versuch sollte lediglich ein Spitzenschneiden durchgeführt werden, doch eine Auszubildende im dritten Lehrjahr schnitt stattdessen ganze 20 Zentimeter ab. Zudem musste die Kundin 35 Minuten mit nassen Haaren am Waschbecken warten, während es im Salon zog. Die ausführende Friseurin habe zudem ununterbrochen über das Thema Corona gesprochen und so eine entspannte Atmosphäre unmöglich gemacht.

Ein zweiter Versuch einige Zeit später verlief nicht besser. Hier war es ein Auszubildender im zweiten Lehrjahr, der durch extreme Unsicherheit und mangelnde Kommunikation auffiel. Er fragte nicht, wie viel geschnitten werden sollte, benutzte kaltes Wasser zum Anfeuchten der Haare und versäumte grundlegende Standards wie das Kämmen vor dem Schnitt oder das Zeigen des Hinterkopfes mit einem Spiegel nach getaner Arbeit. Für diese mangelhafte Leistung – ein einfacher Trockenhaarschnitt – wurden 40 Euro verlangt, ein Preis, der in keiner Relation zur gebotenen Qualität stand. Der Versuch, diese Missstände per E-Mail zu klären, blieb laut der Bewertung unbeantwortet, was auf ein mangelhaftes Beschwerdemanagement schließen lässt.

Ein zweischneidiges Schwert: Preis und Leistung

Die Preisgestaltung des Salons war ebenso ambivalent wie die Servicequalität. Während einige Kunden das Preis-Leistungs-Verhältnis als „sehr gut“ empfanden und bereit waren, für hochwertige Dienstleistungen wie Haare färben oder aufwendige Strähnchen tief in die Tasche zu greifen, sahen sich andere mit Preisen konfrontiert, die für die erbrachte Leistung als überzogen wahrgenommen wurden. Die Diskrepanz zwischen 184 Euro für ein gelungenes, komplexes Styling und 40 Euro für einen verpfuschten Trockenschnitt durch einen unsicheren Auszubildenden könnte größer nicht sein. Es scheint, dass die Qualität des Besuchs stark davon abhing, ob man von einer erfahrenen Kraft oder einem Lehrling bedient wurde. Diese Inkonsistenz ist für jeden Dienstleistungsbetrieb, insbesondere für einen Friseur, der vom Vertrauen seiner Kunden lebt, ein erhebliches Risiko.

Fazit eines geschlossenen Salons

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Essanelle Ihr Friseur in Bernau ein Ort der Kontraste war. Auf der einen Seite stand ein Kernteam, das mit Kompetenz, hochwertiger Haarpflege und Kundenfreundlichkeit überzeugen konnte. Auf der anderen Seite offenbarten sich gravierende Schwächen in der Ausbildung und im Qualitätsmanagement, die zu inakzeptablen Ergebnissen und frustrierten Kunden führten. Die dauerhafte Schließung des Salons beendet diese Geschichte. Für die einen bleibt die Erinnerung an einen großartigen Friseursalon, für die anderen die an eine teure Enttäuschung. Der Fall zeigt exemplarisch, wie entscheidend eine durchgängig hohe Servicequalität und eine sorgfältige Ausbildung des Personals für den nachhaltigen Erfolg im Friseurhandwerk sind.

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